• SOCIAL IMPACT IM RAHMEN VON SOCENT SPAS AUF EUROPATOUR

    SOCENT SPAs zielt darauf ab, Sozialuntehmern im ländlichen Raum dabei zu helfen, ihre Visionen umzusetzen. Erfahrt mehr über das Projekt und darüber, was wir in den ersten 6 Monaten in Spanien, Lappland, Brandenburg und der Slowakai erlebt und gelernt haben.

     

    Bildunterschrift: Hintere Reihe v.l.n.r. János Rencsok (Bürgermeister Rakytník, Slowakei), Michaela Mudroňová (EPIC, Slowakei), Ana Gomez Garces (Cives Mundi, Spanien), Florian Birk (Social Impact, Deutschland), Marlene Kohllechner-Autto (MTI, Finnland), Eila Linna (MTI, Finnland), Mária Nádaždyová (EPIC, Slowakei) Vordere Reihe v.l.n.r. Ela Klementová (EPIC, Slowakei), Miloslav Kováč (Druživa Association, Slowakei)

    Am 01. Januar 2017 startete das von Social Impact mitbegleitete EU-Projekt „Social Entrepreneurship in Sparsely Populated Areas“ (kurz SOCENT SPAs), gefördert durch den European Regional Development Fund (ERDF). Zusammen mit dem Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) und 5 europäischen Projektpartnern arbeitet Social Impact seit Januar 2017 im Rahmen des Projekts „SOCENT SPAs“ daran, Sozialunternehmen in Brandenburg und anderen strukturschwachen Regionen innerhalb der EU dabei zu helfen, Ihre Projekte voranzubringen. Dies dient der Revitalisierung dieser Regionen und möchte dabei den drängenden Herausforderungen des demographischen Wandels auf dem Land begegnen.

    Die Problemlösungskapazität von Sozialunternehmen (SU) hatte in der Vergangenheit einen nachgewiesenen positiven Einfluss auf die Entwicklung von strukturschwachen Regionen, weil SUs dabei helfen, lebenswerte Räume und eine ausgewogene wirtschaftliche Entwicklung zu fördern (mehr dazu findet ihr u.a. unter unserem bis 2014 laufenden Projekt „Dorfkümmerer“). Sozialunternehmen weisen einen bedeutenden Anteil auf, den gegenwärtigen Bevölkerungsabfluss zu stoppen!

    Der Mangel an ausreichenden Unterstützungsangeboten und passenden Anreizstrukturen führt jedoch dazu, dass SUs ihre Projekte häufig nicht mit den nötigen Ressourcen umsetzen können. Dadurch können sie Ihre Ziele oft nicht wie gewünscht erreichen, der soziale Impact bleibt beschränkt. Verantwortlichen Politikern und Ministerien kommt damit eine Schlüsselrolle in der Förderung dieser Initiativen zu. Sie können effektive rechtliche Rahmenbedingungen und Förderstrukutren schaffen, um Sozialunternehmen bei ihren Vorhaben besser zu unterstützen.

    „Das Problem sind nicht Geld oder ein Mangel an guten Projekten. Wir brauchen Leute!“

    Zentraler Bestandteil der ersten Projektphase war es zunächst, sich ein umfassendes Bild der Situation auf dem Land in den 4 Partnerregionen zu machen. Dazu gehören:

    •   Gemer (Slowakische Republik)
    •   Kastilien und León (Spanien)
    •   Lappland (Finnland)
    •   Brandenburg (Deutschland)

    Trotz regionalpolitischer Unterschiede leiden alle Regionen an relativ starken Migrationsverlusten, einem Mangel an Beschäftigungsperspektiven und einer alternden Bevölkerung. Besonders dramatisch ist die Situation in Kastilien und León: Jahrhunderte alte Dörfer drohen in den nächsten 10 Jahren auszusterben oder sind bereits verlassen. Wo einst mehrere hundert Menschen über Generationen hinweg lebten und arbeiteten, gibt es heute oft keine Schulen mehr, die Nahversorgung für die Verbliebenen (meist 65+) wird immer komplizierter und Internet (mancherorts sogar Telefonverbindungen) sind eher die Ausnahme als die Regel. Die Marktplätze sind gespenstig leer. Kinder hat man auf den Spielplätzen schon lange nicht mehr gesehen.

    Trotzdem finden sich sowohl hier wie auch in den anderen Regionen großartige Konzepte und Ideen, wie Gemeinden wieder fit gemacht werden und eine Perspektive bekommen können.

    Den Status Quo herausfordern

    Da gibt es den absolut inspirierenden spanischen Bio-Winzer Nacho, der hauptsächlich auf lokale Produkte und Dienstleistungen setzt und somit die ganze Gemeinde mit in seinen Wirtschaftskreislauf einbezieht. In Soria inkubiert der Coworking Space El Hueco viele spannende SUs, die sich der regionalen Entwicklung ihrer Region verschrieben haben. Dazu gehört u.a. das smarte Start-up La Exclusiva, das nicht nur die Nahversorgung für die verbliebene Dorfbevölkerung sicherstellt, sondern oft auch wichtiger (und einziger) sozialer Kontakt für die Menschen vor Ort ist.

    Im mehr wohlfahrtsstaatlich geprägten Finnland arbeitet die Großküche Sodankylä Keskuskeittiö hart daran, nur lokale Produkte zu verwerten und die Kooperative Sompion Tähti hat es geschafft, lokale Strukturen aufzubauen, die es erlauben, Erwerbstätigkeit besser mit lokalem Ehrenamt zu verbinden. In den slowakischen Gemeinden Rakytník und Jesenské sind es dagegen auch die Bürgermeister vor Ort, die sich mit Kreativität und Überzeugung dem Status Quo annehmen.

    Und in Brandenburg zeigt sich, wie zentral wichtig innovative Bildungs- (http://www.zuckermark.de/) und Tourismuskonzepte ( http://www.weltnaturerbe-grumsin.de/) sind und welche Anstrengungen und welchen Willen es Bedarf, Menschen wieder aus der Langzeitarbeitslosigkeit in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren (http://mug-brandenburg.de/).

    Fahrplan zu mehr Social Impact im ländlichen Raum

    Das alles macht Mut; muss jedoch durch bessere und speziell auf den Sektor abgestimmte Strukturen und auf größerer Skala gefördert werden. Darum arbeiten wir in den nächsen 4 Jahren und zusammen mit den relevanten politischen Akteuren daran, relevante Best Practices zu sammeln und interregional auszutauschen, Adaptionsstrategien auszuloten und neue Förderprogramme aufzusetzen, die es v.a. den lokalen Change Makern - also denjenigen Personen mit regionaler Verwurzelung, Kreativität und Überzeugungskraft - erlauben und für sie Anreize setzt, sich weiterhin für die Entwicklung ihrer Region einzusetzen und mitreißende Projekte zu gestalten, damit das Leben auf dem Land auch künftig lebenswert bleibt.  

    Berichte zu jeder einzelnen Exkursion findet Ihr auch hier.

     

     

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